Menü

22.11.2019 | Neubau am Schulterblatt 65 fertig gestellt

Haspa-Filiale, Büros und geförderte Wohnungen in der Schanze.
Neubau am Schulterblatt fertiggestellt

Am Donnerstag, 21. November 2019, wurde der Neubau am Schulterblatt 65/Ecke Juliusstraße offiziell eingeweiht, die Hamburger Sparkasse (Haspa) eröffnete an diesem Tag ihre Filiale. Durch einen Brandanschlag bei den G20-Krawallen im Juli 2017 war das bisherige Gebäude so stark beschädigt worden, dass ein Neubau notwendig wurde.

„Es ist ein schönes Haus geworden, das sich gut in die vorhandene Bebauung einfügt. Und es sieht besser aus als das Vorgängergebäude, das aufgrund seiner Zweigeschossigkeit optisch immer ein wenig wie ein Störenfried wirkte“, sagte Torsten Gerke, Geschäftsführer der Firma NM Nord-IMMO Management GmbH & Co. KG, die zur HASPA-Gruppe gehört. Die Firma hat einen mittleren einstelligen Millionenbetrag investiert.

Das neue Gebäude verfügt über ein Treppenhaus und einen Aufzug. Damit sind alle Stockwerke barrierefrei erreichbar. Im Keller befinden sich Bank-Schließfächer der Haspa sowie Platz für Mülltonnen und Fahrräder auf rund 150 Quadratmetern. Die anderen Geschosse haben jeweils rund 170 Quadratmeter Fläche. Hier sind im Erdgeschoss die Haspa-Filiale, darüber die Arbeitsplätze der Berater sowie eine Etage mit Besprechungsräumen untergebracht. Im dritten Obergeschoss befinden sich ebenfalls Büroflächen, die Vermieterin ist aktuell in Gesprächen mit potenziellen externen Mietern. Im vierten Stock und im Dachgeschoss befinden sich jeweils zwei Wohnungen mit 60 bis 80 Quadratmetern Wohnfläche. Diese sind öffentlich gefördert worden. „Auf diese Weise ermöglichen wir es Menschen in der Schanze zu wohnen beziehungsweise wohnen zu bleiben, die sich das sonst nicht leisten könnten“, betonte Gerke. Das Unternehmen hatte für die Wohnungen in nur einer Nacht mehr als 1.800 Online-Bewerbungen erhalten. Dort werden zwei alleinerziehende Mütter sowie zwei Rentner einziehen.

Am Tag der Einweihung kehrte die Hamburger Sparkasse (Haspa) mit einer Filiale an ihren früheren Standort zurück.

„Wir sind mit den Bewohnern, den Geschäftsleuten und den hier Arbeitenden eng verbunden. Über Jahrzehnte sind wir mit der Schanze durch dick und dünn gegangen.  Deshalb ist es für uns wichtig, hier auch weiterhin präsent zu sein“, sagte Detlef Rüter, Regionalleiter St. Pauli-Neustadt bei der Haspa. Er und die Filialmitarbeiter hätten viele Gespräche mit Kunden und Anwohnern geführt, die sehr froh sind, dass sich die Haspa zur Schanze bekennt und dem Viertel treu bleibt.

Für den Neubau hatten drei Architekturbüros Entwürfe eingereicht, das Büro LH Architekten Landwehr Henke + Partner bekam den Zuschlag. Ende Dezember 2017 war der Bauantrag gestellt worden, im April 2018 konnte mit dem Abriss begonnen werden. „Es war keine einfache Baustelle, insbesondere wegen der Kreuzung“, betont Gerke. „Es wäre schneller gegangen, wenn der Baugrund besser gewesen wäre. Das war vorher leider nicht absehbar. Wir mussten die Fundamente der Nachbarhäuser aufwendig absichern, bevor die eigene Bodenplatte gegossen werden konnte.“ Das habe leider zu erheblichen Verzögerungen geführt. „Wir bedauern, dass es dadurch länger als geplant zu Beeinträchtigungen gekommen ist“, sagte der Geschäftsführer weiter.

Im Mai konnte das Richtfest gefeiert werden. Gerke bedankte sich herzlich bei der OTTO WULFF Bauunternehmung und den vielen fleißigen Handwerkern, die an diesem Bau beteiligt waren. 135 Tonnen Stahl und fast 593 Kubikmeter Beton jeweils plus Fertigteile wurden verbaut, mehr als 11.000 Meter Elektrokabel verlegt.