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Die Hafencity zeigt ihr neues Gesicht: Vielfalt ist angesagt beim Wohnen - mit gefördertem Wohnungsbau, barrierefreien Wohnungen und viel Platz für Kindertagesstätten. Ein Architektenwettbewerb für ein solches gemischtes Wohnquartier ist jetzt entschieden. Es soll mit rund 140 Wohneinheiten direkt am Lohsepark an der Shanghaiallee und der Yokohamastraße entstehen, neben dem Prototyp-Museum.
Eingebunden werden auch bestimmte Dienstleistungen und Läden, darunter ein Frischemarkt und ein Ärztezentrum. Es war der erste Wettbewerb für das Quartier am Lohsepark, mit einer Bruttogeschossfläche von rund 180.000 Quadratmetern neben dem Übersee- und dem Elbtorquartier eines der größten Areale in der Hafencity.
Hier war insgesamt ursprünglich ein Wohnanteil von rund 20 Prozent geplant, der aber nach jüngsten Entscheidungen auf 30 Prozent gesteigert wurde. Schräg gegenüber, auf der Ostseite des Parks, soll ein Gymnasium errichtet werden. Und ein paar Schritte weiter wird die U-Bahn-Station liegen. "Es entsteht eine sehr eindrucksvolle Mischung aus Konzepten, die unterschiedlichen Wohnbedürfnissen Rechnung tragen.
Mit den Kindertagesstätten, dem künftigen Gymnasium und der direkten U-Bahn-Anbindung entsteht in der zentralen Hafencity ein hervorragendes Wohnquartier", sagte Hafencity-Chef Jürgen Bruns-Berentelg. Der Anteil der sozialen Nutzungen in dem Projekt werde sich auch in den Bodenpreisen niederschlagen, so Bruns-Berentelg.
Nobles Wohnen in Kita-Nähe
Im Architektenwettbewerb siegten drei renommierte Büros - APB Architekten und Böge Lindner K 2 aus Hamburg sowie die Bremer Haslob Kruse + Partner. Oberbaudirektor Professor Jörn Walter lobte das Ergebnis: "Es ist schön, dass der erste Wohnblock am neuen Lohsepark in einer so noblen und vernünftigen Architektursprache umgesetzt werden kann. Insbesondere die Kindertagesstätten in den Erdgeschossen können zu einem Aushängeschild für die Hafencity werden."
Die Kitas sollen zusammen 200 Plätze bieten. Bei dem ersten Bauprojekt handelt es sich um ein Flächenvolumen von rund 20.000 Quadratmetern. Das Bauvorhaben wird im Karree angeordnet.
Der Zuschlag bei der Vergabe des Grundstücks ging an zwei Hamburger Wohnungsbaupioniere, die schon in der Vergangenheit bei Projekten kooperiert hatten: die Otto Wulff Bauunternehmung, die bereits die Schule in der Hafencity realisierte, und die Baugenossenschaft Bergedorf-Bille, die am Kaiserkai die ersten Wohnungen in der Hafencity errichtet hatte.
Das Baufeld wird in drei Gebäude untergliedert. In einem fünfstöckigen Haus an der Shanghaiallee sollen Studenten und Menschen mit Behinderungen zusammenleben. Das zweite Gebäude an der Yokohamastraße bietet Miet- und das zum Park ausgerichtete Eckhaus Eigentumswohnungen. Von jedem Haus gibt es einen direkten Zugang zum grünen Innenhof. Dadurch ergibt sich eine klare Trennung zwischen privatem und öffentlichem Raum.
Projekt setzt auf Nachhaltigkeit
Stephan Wulff, Geschäftsführer der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH, sagte: "Das spannende an diesem neuen Quartier ist der urbane Mix aus Miet- und Eigentumswohnungen sowie aus öffentlich geförderten Einheiten auf der einen Seite und der Büro- und Gewerbenutzung auf der anderen Seite.
Damit wird ein großer Bogen geschlagen, der die Lebensqualität in der Hafencity nachhaltig positiv beeinflussen wird. Dass das Projekt auf Nachhaltigkeit setzen wird, ist inzwischen für uns fast selbstverständlich." Die Gebäude auf dem Baufeld 70 sollen dem Goldstandard des Hafencity-Umweltzeichens und damit auch dem hohen Wohnstandard entsprechen.
Marko Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft Bergedorf-Bille, unterstrich: "Mit familiengerechten Drei- bis Vierzimmerwohnungen ergänzen wir unser Angebot an Genossenschaftswohnungen in der Hafencity. Wie schon am Kaiserkai stellen wir auch am Lohsepark einen Gemeinschaftsraum zur Verfügung, der dank vieler engagierter Bewohner wieder eine Keimzelle für gute Nachbarschaften im Quartier sein wird."
Gemeinsam werden sich die Bauherren auch um die Freiflächen und deren laufende Instandhaltung kümmern, eine Aufgabe, mit der sich Wulff bereits als Träger von Business Improvement Districts (Neuer Wall) profiliert hat. Baubeginn für das 50-Millionen-Euro-Projekt soll noch 2012 sein. Die Fertigstellung des ersten Gebäudes steht für 2013/2014 an.
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