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Hamburg, 8. Oktober 2009
Der Zeitplan ist ambitioniert, das Projekt orientiert sich am „großen Kino“: Bergedorf soll bis 2013 ein fünfstöckiges Büro- und Ärztezentrum und ein Multiplex-Kino erhalten. So sieht es der Plan für das jetzige Postgrundstück vor, den die Eigentümer Otto Wulff Bauunternehmung GmbH und der Bauverein zu Hamburg / TAG Immobilien AG jetzt präsentierten. „Mit unserem Projekt wollen wir dem neuen Zentrum Bergedorfs das I-Tüpfelchen aufsetzen“, sagte Geschäftsführer Stefan Wulff am 8. Oktober auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bezirksamt Bergedorf.
Auch die Post darf sich freuen: Sie erhält auf dem Gelände zwischen der Bergedorfer Straße und der Stuhlrohrstraße ein neues, modernes Domizil. Die Architekten des Büros Störmer Murphy and Partners haben einen großzügigen, hellen und freundlichen Gebäudekomplex entworfen, der auf einer Gesamtfläche von 12.000 Quadratmetern neben Räumen für die Post ausreichend Platz für ein Büro- und Ärztehaus bietet.
Das Konzept soll gezielt die Neugestaltung des Bergedorfer Zentrums mit ZOB, Bahnhof und Einkaufszentrum ergänzen. Die Projektentwickler beweisen damit Weitblick und langen Atem. „Als wir vor sechs Jahren das 12 000 Quadratmeter große Gelände erwarben, gab es zwar keine konkreten Pläne für ein Kino an dieser Stelle, aber es war uns wohl bewusst, welche Chancen und Möglichkeiten diese Lage bietet“, so Stefan Wulff. Jetzt nimmt der Plan für ein Großraum-Kino Gestalt an. Der Architekt Martin Murphy von Störmer Murphy and Partners hat das Gebäude optisch in Szene gesetzt und einen markanten Solitärbau für die Spitze des Grundstücks geplant – mit sechs Sälen und insgesamt 1700 Plätzen.
Mit den Bauarbeiten könnte in wenigen Monaten begonnen werden – eine zügige Änderung des jetzigen Bebauungsplans vorausgesetzt. Um den Postbetrieb durchgehend aufrechterhalten zu können, wird die Post während der Baumaßnahmen in einem Übergangsquartier untergebracht. Das Verfahren zur B-Plan-Befreiung – Grundvoraussetzung für die Neubauten – hoffen die Eigentümer in 13 Monaten abschließen zu können. Üblicherweise werden bei Projekten dieser Größenordnung zwei Jahre angesetzt. Für die Baumaßnahmen, die in Teilabschnitten realisiert werden, sind drei Jahre angesetzt.
Gespräche des Projektentwicklers Otto Wulff mit Investoren und Interessenten laufen. Ärzte und weitere Vertreter aus der Gesundheitswirtschaft sind angetan. „Wir glauben, mit unserem Konzept die Voraussetzungen für ein spannendes Angebot medizinischer Kompetenz geschaffen zu haben – von der klassischen Schulmedizin, über Reha-Angebote bis zu alternativen Naturheilverfahren ist hier alles denkbar“, erklärt Stefan Wulff die positive Resonanz. Auch die Wahl des Standorts als Kino-Magnet scheint zu überzeugen: Ein potenzieller Betreiber ist bereits gefunden.
Positive Signale haben Otto Wulff und der Bauverein Hamburg / TAG Immobiien AG auch von den zuständigen Behörden erhalten. Die Pläne für Kino und Ärztezentrum werten den Stadtteil auch in den Augen der verantwortlichen Politiker weiter auf. Damit entwickelt sich der vermeintlich „kleine“ Stadtteil Bergedorf zur Großstadt in der Metropole, heiß es dazu auf der Pressekonferenz
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